Stress: 4 Missverständnisse

Wer die Zusammenhänge erkennt, ist klar im Vorteil. Entscheidend ist das „Gewusst, wie“. Deshalb ist es so wichtig, mit den landläufigen Missverständnissen aufzuräumen, die für noch mehr Stress im Leben sorgen. Hier hinterfragen wir die 4 größten Irrtümer.

Stress macht mich unglücklich

Zum Glück nicht. Stress ist ein wesentlicher Antrieb im Leben. Ohne „Druck“ gäbe es keine Veränderungen, keine Weiterentwicklung, weder negativ noch positiv. Stress kann ein Denken in Chancen und Lösungen bewirken. Durch Stress überwindet man Hürden. Stress kann man nicht verhindern, aber man kann dieses Naturprinzip konstruktiv nutzen. Deshalb ist der richtige Umgang mit Stress eine gute Grundlage für ein glückliches Leben. Aktive Stresskompetenz zeigt, wie Sie sich die hierfür nötige Kompetenz zurückerobern.

Der Stress hat Schuld

Schön wäre es. Stress gilt hierzulande als beliebtes Alibi und schnell gefundene Entschuldigung für problematische oder scheinbar ausweglose Situationen. Dabei wird zu selten berücksichtigt, dass Stress keine Ursache an sich ist, sondern letztlich immer auch eine Folge. Die Folge eines Verhaltens, das eine Situation zur Belastung macht. Deshalb: Stress ist im eigentlichen Sinne nicht verantwortlich für das erlebte Ergebnis. Das Verhalten der an einer Situation beteiligten Menschen beeinflusst deren Entwicklung ganz erheblich. Auch in akuten Situationen kann man neue Verhaltensmuster erlernen und anwenden. Aktive Stresskompetenz zeigt die Mechanismen auf, mit denen Sie wieder mehr Einfluss gewinnen.

Ich bin dem Stress hilflos ausgeliefert

Fast richtig. Sicher ist man häufiger in Situationen mit hohem Stressfaktor, denen man sich nur schlecht entziehen kann. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und Ansätzen, den Druck rauszunehmen, andere Lösungen anzuvisieren oder die Umgebung für einen stressärmeren Umgang miteinander zu begeistern. Es geht auch darum, sich nicht nur als Opfer zu sehen, sondern zum Handelnden zu werden. Schon diese Perspektivänderung sorgt für überraschende Möglichkeiten. Aktive Stresskompetenz begleitet Sie zu mehr Gelassenheit und Handlungsfreiheit.

Stress geht von alleine wieder weg

Manchmal schon. Wenn alles gut geht. Aber oft geht es nicht gut, ganz nach „Murphy’s Gesetz“: was schief gehen kann, geht auch schief. Aber genauso wahr ist auch: in den meisten Fällen haben wir unsere natürliche Stresskompetenz verlernt. Gerade deshalb ist in unserer heutigen zivilisierten Welt der Stress ein so umfassend mächtiges, unbarmherziges und schädigendes Phänomen. Doch der natürlich, gewissermaßen „artgerechte“ Umgang mit Stress lässt sich wieder erlernen. Mit einem Verhalten, das nicht mehr auf Selbst-Sabotage abzielt, sondern auf eine bessere Lebensqualität. Aktive Stresskompetenz bietet Ihnen hierzu die wirksamen Impulse an.

Handlungsimpuls

Wenn Sie sich demnächst wieder gestresst fühlen, dann überdenken Sie die konkrete Situation doch einfach mal unter diesen vier Aspekten. Vielleicht fallen Ihnen spontan Ansätze dafür ein, was Sie künftig anders machen könnten.

Und: Bleiben Sie gelassen.