Nicht alles kann schief gehen

Falls Sie sich in diesen Zeiten der Umbrüche und Verunsicherungen mal wieder fragen sollten, ob Sie besser optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blicken sollten – dieses Zitat von Friedrich Schiller gibt einen guten Impuls für Ihre Entscheidungsfindung.

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist ein Optimist jemand, der bei allem blauäugig und naiv glaubt, es würde klappen. Das ist eine schöne Betrachtungsweise, die aber immer wieder von der sogenannten „Realität“ eingeholt wird. Man denke nur an „Murphy’s Gesetze“, nach denen gefühlt alles, was schief gehen kann, auch schief geht. Klar, das wird immer mit einem Augenzwinkern betrachtet, und natürlich hängt es sehr wohl mit unserem Denken und Handeln zusammen, ob etwas funktioniert oder nicht. Wir sind in jedem Moment auch immer die Mit-Schöpfer der kommenden Realität.

Ein Pessimist hingegen ist „Schwarzmaler“ und erwartet, dass es sowieso nicht klappt. Damit hat er ebenfalls gute Chancen auf die Realisierung eines negativen Ergebnisses, denn er ist ja ebenso an den nicht funktionierenden Sachen beteiligt.

Aber zurück zu dem Zitat und einem Übungsvorschlag: Wenn wir uns für den heutigen Tag vornehmen, uns bei allen Überlegungen und Planungen vor Augen zu halten, dass ja nicht alles schief gehen kann, was würde dann geschehen?

Man hätte sofort einen optimistischeren Ansatz und würde seltener in die Pessimismus-Falle laufen. Man würde sich entscheiden für „Optimist“ und „wahrer Optimist“.

Vielleicht sind also die Optimisten im Sinne von Schiller vor allem Realisten?!

Packen Sie es an und bleiben Sie gelassen.
Ihr Jan O. Deiters