Denken verbraucht Energie

Neue Situationen, Ängste, Unsicherheiten, Entscheidungsprozesse und das Denken generell – für all das verbraucht unser Gehirn sehr viel Energie. Diese Energie muss vom Körper zur Verfügung gestellt werden – durch Nahrungsaufnahme und deren entsprechende Umwandlung in Zucker. Die Nahrung aber war in frühen Zeiten eher knapp bemessen und ebenfalls sehr zeit- und energieaufwändig zu beschaffen. So entstand quasi eine Rivalität um diese Energie zwischen Hirnfunktionen und Körperfunktionen.

Was liegt für die Natur als „Konstrukteur“ also näher, als die energieraubenden Denkprozesse so zu steuern, dass die meiste Gehirnarbeit automatisch abgewickelt werden. Das braucht dann sehr viel weniger Energie, als mit umfangreicher Denkarbeit zu einer neuen Lösung oder einem anderen Ergebnis zu kommen. Im Ergebnis: Das Gehirn arbeitet Energie sparend.

Leider hat diese Vorgehensweise auch Nachteile.

* Wenn alles automatisiert ist, wird wenig hinterfragt.

* Wenn Denken anstrengend ist, versucht man es zu umgehen.

* Wenn Denkmuster, die früher in der Vergangenheit mal Sinn machten, heute immer noch wirken, obwohl die Ursachen dafür nicht mehr existieren – dann ist das kontraproduktiv und hinderlich in der Gegenwart.

Also bedeutet das im Umkehrschluss: Wer nach neuen Lösungen sucht oder Gewohnheiten verändern möchte, sollte sich bewusst sein, dass dies eine gewisse Anstrengung bedeutet und einer gewissen Übung bedarf.

Deshalb ist es so wichtig, die eigene Kompetenz in Sachen Stress und mentaler Gesundheit zu stärken.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gelassen.